Einblicke in Polder I

Die erhöhte Plattform nördlich von Sülbeck bietet einen sehr guten Blick in den mittleren Bereich des Polder I. // Stefan Munzinger

Direkt nördlich der Ortschaft Sülbeck wurde Ende 2014 am Fuß des Sülbecker Berges eine weitere Beobachtungsplattform gebaut, die einen hervorragend Blick in den südlichen Teil des Polders I gewährt. Wer mit dem Rad hierher kommt, findet direkt einen guten Zugang, wo er auch sein Rad abstellen kann. Wenn Sie mit dem Auto anreisen, sollten Sie im Ort parken und die rund 200 m per Fuß zur Beobachtungsplattform gehen.

Aktuelle Beobachtungen
Aktuelle Bilder

Dieser Beobachtungspunkt ist vor allem vom Herbst bis ins Frühjahr interessant. Zur Zugzeit können von hier aus einfliegende und fressen Kraniche und Gänse bestens beobachtet werden. Sowohl Gänse als auch Kraniche interessieren sich dabei vor allem auch für die von Wildschweinen aufgerissenen Wiesenbereiche, da sie dort ganz offensichtlich besonders leicht an die gesuchte Nahrung herankommen. Weit verstreut stehen sie dann in kleineren und größeren Gruppen über den Polder verteilt: Hunderte Kraniche und Tausende Gänse (Grau-, Bläss- und Tundrasaatgänse).

In dieser Zeit halten sich hier auch regelmäßig zahlreiche Greifvögel auf. Mäusebussarde sind die Häufigsten, aber auch Turmfalke, Merlin, Raufußbussard und Kornweihen sind regelmäßig zu beobachten. In einem Mäusejahr, wenn zahlreiche Nagetiere vorhanden sind, können es dutzende Greifvögel sein.

Zur Zeit des Frühjahrszuges sind ab März im Polder zahlreiche rastende Watvögel sowie Enten (u. a. Spieß-, Knäck-, Löffel-, Schnatterente) zu sehen. Für letztere ist allerdings zumindest ein flacher Teileinstau notwendige Voraussetzung. Besonders wenn in dieser Zeit flaches Wasser über den Wiesen steht, kann es zu "Gedränge" von rastenden Wat- und Singvögeln kommen. Große Kiebitzschwärme, rastende Bekassinen, umherfliegende Starentrupps sowie an den Wasserrändern nach Nahrung suchende Bachstelzen und Rohrammern sind dann da und begeistern Naturfreunde. Im März 2013 während eines Zugstaus aufgrund einer im Norden liegenden Kaltfront rasteten hier auch riesige Feldlerchenschwärme. Vogelgucker schätzten die Zahl auf mehrere Tausend Tiere.

Auf der Karte

  • B – Bester Beobachtungspunkt
    Immer sehr zu empfehlen.
  • b – Weiterer Beobachtungspunkt
    Nett, wenn Sie mal etwas anderes sehen möchten. :-)
  • i – Informationstafel zum Gebiet und besonderen Themen
    Hier erfahren Sie Wissenswertes und immer auch, was erlaubt ist.